Die Chronik der Privatbrauerei Schlumberger KG

Wappen

1847 Leonhard Schlumberger (1817-1879), Bierbrauer aus Hohenmemmingen, erwirbt durch Kauf die ehemalige herzögliche Taverne "Zum Ochsen" in Nattheim. Mit dem Tag des Kaufvertrages zum 12.9.1847 erfährt die Brauerei, als eines der ältesten Unternehmen im Landkreis Heidenheim, seine Gründung.
1900 Bau eines neuen Bräuhauses durch Martin Schlumberger (1849-1900) am heutigen Standort an der Hauptstraße. Die riesigen Jura-Quader der damaligen Grundmauern sind bis zum heutigen Tage erhalten worden und prägen die Außenansicht einer hochmodernen Sudwerksanlage.
1909 Der Brauereigasthof wird an heutiger Stelle neu erbaut. Ein Saal mit 180 Sitzplätzen und 12 Fremdenzimmer bilden ein stattliches Anwesen und sehr schnell wird der "Ochsen" zum Aushängeschild der noch recht kleinen Brauerei. Wie viele, ja fast alle Brauereien im süddeutschen Raum, betreibt man mit sichtbarem Erfolg Brauerei, Landwirtschaft und Gasthof in Eigenregie.
1938 Die Brauerei "zur Rose" in Itzelberg wird von der Familie Benz käuflich erworben. Der Inhaber Eugen Schlumberger verunglückt tödlich, noch im selben Jahr. Produktion und Kundschaft werden im Betrieb in Nattheim eingegliedert.
1953 Die Brauereigaststätte "Ochsen", generationenlang in Eigenverantwortung betrieben und Markenzeichen für gute Gastlichkeit, wird fortan verpachtet.
1966 Die Landwirtschaft, die in den Nachkriegsjahren vielen Vertriebenen aus dem Osten Arbeit und Hoffnung geboten hat, ist nicht mehr rentabel zu betreiben und wird schrittweise aufgegeben. Die Flächen werden an hiesige Landwirte verpachtet. Mit Aufgabe der Landwirtschaft werden die Zeichen eindeutig auf das Brauerei-Segment gesetzt. Eine rege Entwicklung und damit verbundene Bautätigkeit setzt ein und ist bis heute ungebrochen.
1966 Bau eines neuen Sudhauses mit einer Schüttung von 1.300 kg Malz pro Sud.
1968 Malzsilo-Anlagen für 200 to Malz werden angegliedert.
1971 Der heutige Inhaber und Komplementär der KG tritt nach 5 Gesellenjahren in 6 süddeutschen Brauereien und Wirtschaftsinternaten, als Braumeister in die Verantwortung – bis heute
1972 Ein bis heute fortschrittlicher Gärkeller mit insgesamt 17 Bottichen wird gebaut.
1977 Ein Getränkemarkt, eine Lagerhalle für den zeitgemäßen Vertrieb und Aufnahme von Handelswaren sind Schwerpunkte der nächsten Jahre.
1979 Bis heute werden ständig Lagerkellerabteilungen neu gebaut oder erweitert, alle mit Edelstahl-Tanks ausgestattet, von 200-500 hl Inhalt. Lagerkeller Volumen: ca. 10.000 hl
1984 Bau einer neuen Flaschen- und Fassfüllerei auf der "Grünen Wiese". Produktion und Abfüllung sind über 180 m miteinander vernetzt und über Leitungen im Erdreich verbunden.
1996 Erweiterung der Sudwerksanlage an der Hauptstraße auf eine Kapazität von 5 Suden pro Tag. Ein neues Energiekonzept trägt bei steigenden Energiepreisen zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
Die Brauerei-Fassade wird komplett renoviert und trägt das positive Erscheinungsbild des Unternehmens nach außen.
1997 Mit einem großen Tag der "Offenen Tür", von vielerlei Aktivitäten begleitet, feiert die Brauerei mit ihren Kunden und Freunden am 14.9.1997 ihr 150-Jähriges Betriebs-Jubiläum.
2000 Erwerb des Grundstückes der ehemaligen Aral-Tankstelle an der Heidenheimer Straße
2001 Neubau eines mehrgeschossigen Geschäftshauses an der Heidenheimer Straße. Ein attraktiver Getränkemarkt im Erdgeschoss mit 650 qm Nutzfläche, eine Arzt- und Zahnarztpraxis sowie Physiotherapie bilden ein Ensemble, das den Ortskern wohltuend aufwertet.

Braumarkt Chronik

2005 Bauliche Erweiterungen der Flaschenfüllerei auf die heutige Größe von 80 x 35 m inkl. Vollgutlager. Vorbereitungen zum Bau eine Blockheizkraftwerkes sowie Installation einer Flaschenreinigungsanlage mit 16.000 Flaschen Stundenleistung.
2006 Erwerb einer Destillationsanlage inkl. Brennrecht zur Herstellung von Spirituosen, vornehmlich sogenannter Bierbrand, der in Geschenkkörben als Rarität gerne und immer öfter Verwendung findet.
2007  Der in Regie von Ulrike Schlumberger betriebene BRÄUMARKT wird von einer Fachjury als Deutschlands bester Getränkemarkt 2007 prämiert. Preisverleihung ist auf der Welternährungsmesse in ANUGA in Köln.

Braumarkt PreisuebergabeVon links: Heinz Schlumberger, Ulrike Schlumberger

2010  Erweiterung des Bräumarktes um weitere 300 qm, mit dem Schwerpunkt optisch hochwertig und mit Degustation Weine und Spezialitäten anbieten zu können.