Rohstoffe

Bier darf nach dem deutschen Reinheitsgebot nur aus Gerste, Hopfen, Malz und Hefe hergestellt werden.

Malz – die Seele des Bieres
Bier darf nach dem deutschen Reinheitsgebot nur aus Gerste, Hopfen, Malz und Hefe hergestellt werden.
Für das Bierbrauen ist gutes Malz besonders wichtig. Gewonnen wird Malz vorwiegend aus Gerste, bei speziellen Biersorten wird auch anderes Getreide wie Weizen, Roggen oder Dinkel verwendet. Vor dem eigentlichen Brauvorgang muss das Getreide aufbereitet werden, dies geschieht im Zuge des sogenannten Mälzen. Beim Mälzen verwandelt sich die Stärke der Getreidekörner in den für das Brauen wichtigen Malzzucker, wodurch die Gärung erst ermöglicht wird. Der Keimprozess wird gestoppt, indem die Getreidekörner in einer Darre erhitzt werden. Die Höhe der Trockentemperatur ist für die spätere Farbe und den Geschmack des Bieres entscheidend. Helles Malz wird bei 80 Grad getrocknet, dunkles Malz benötigt rund 100 Grad heiße Luft. Das so für den Brauprozess verwendbare Malz enthält vor allem Kohlenhydrate, Zucker, Vitamine und Enzyme. Das durch die Keimung entstandene Malz wird anschließend geschrotet und zur „Maische“ mit Wasser aufgekocht.

Hopfen – verantwortlich für Würze und Haltbarkeit
Hopfen wurde bereits im 8. Jahrhundert von Mönchen bayrischer und böhmischer Klöster angebaut. Hopfen wächst sehr schnell, im Durchschnitt einen Meter in 10 Tagen, bei optimalen Bedingungen sind täglich auch bis zu 30 cm möglich. Doch für das Bierbrauen verwendet man ausschließlich die weiblichen Blüten, welche ein harziges Öl, das sogenannte Lupulin enthalten. Die Bitterstoffe des Lupulins sorgen für den typischen herb-aromatischen Hopfengeschmack, aber durch die konservierenden Eigenschaften auch für die Haltbarkeit des Bieres. Hopfen ist seit alters her als Heilpflanze bekannt. Seine Harze und Öle haben eine beruhigende Wirkung auf den Menschen. Das größte zusammenhängende Hopfen-Anbaugebiet der Welt ist die Hallertau in Bayern.

Hefe als Katalysator
Im Reinheitsgebot von 1516 ist die Hefe nicht erwähnt, da die ersten Brauer noch nichts von Hefepilzen wussten. Der Franzose Louis Pasteur und der Däne Emil Christian Hansen erklärten im 19. Jahrhundert mit wissenschaftlichen Methoden erstmalig die Wirkung der Hefe. Sie legten so den Grundstein für die auch heute noch praktizierte Hefe-Reinzucht und damit für die gleichbleibende Qualität des Bieres.
Die Hefe löst aus der Stärke des Malzes den Zucker heraus und wandelt diesen daraufhin in Alkohol und Kohlensäure um. Je nach Art des Gärvorgangs und der verwendeten Hefe wird zwischen  „untergärigen“ und „obergärigen“ Bieren unterschieden.

Wasser als Grundstoff
Wasser ist von der Menge her gesehen der wichtigste Rohstoff beim Brauen. Sein Anteil im Bier beträgt rund 90%. Der Mineralstoffgehalt des verwendeten Wassers hat daher auch einen sehr großen Einfluss auf den Geschmack des Bieres, weshalb beim Brauen stets besonders hochwertiges Wasser verwendet wird. Oft übertrifft seine Qualität die des üblichen Trinkwassers. Viele Brauereien besitzen auch eigene Brunnen oder Quellen.

Unsere Rohstoffe kommen aus der Region

Malze
Donau Malz, Neuburg a.d. Donau
Schwaben Malz, Giengen a.d. Brenz
Mälzerei Finkler, Mönchsdeggingen bei Nördlingen
Mälzerei Weyermann, Bamberg, für Sondermalze

Hopfen

Unser einzigster Hopfenlieferant - BayWa Hopfenhandel, Tettnang am Bodensee - bietet einmaliges Hopfenaroma

Gärhefe

Bruchhefe vom Stamm 34 der Hefebank

Wasser

Karstwasser der Landeswasserversorgung aus der Brunnenmühle in Dischingen. Das angediente Wasser ist nahezu perfekt, lediglich die Karbonathärte von 13,2 dH° wird in brauereieigenen Anlagen auf 1,5 dH° abgesenkt, um im Bier das Hopfenaroma weicher anklingen zu lassen.